Jeux Dramatiques

Jeux Dramatiques

Diese Form des Ausdrucksspieles aus dem Erleben wird regelmäßig in unserem Kindergarten angeboten und von den Kindern begeistert angenommen.

Hierbei handelt es sich um eine einfache Art des freien Theaterspieles ohne eingeübte Technik und ohne Zuschauer.

Warum lieben es die Kinder?
  • jeder spielt die Rolle, die er will
  • es gibt kein Richtig und kein Falsch
  • jeder ist in seiner Rolle wichtig für das Spiel
  • im Mittelpunkt steht das eigene Empfinden und der persönliche Ausdruck
Gefördert und gestärkt werden:
  • Selbstwahrnehmung
  • Kreativität
  • Einfühlungsvermögen
  • Soziale und emotionale Kompetenz der Persönlichkeit

Impulse sind: aktuelle Themen, Märchen, Phantasiereisen…

Unterstrichen durch Musik (Meditationsmusik, klassische Musik) kann sich das Kind noch intensiver und tiefer in die Phantasiewelt hineinsinken lassen.

Klare Spielregeln geben den nötigen Rahmen, um sich in größtmöglicher Freiheit zu bewegen.

Ablauf

Wir treffen uns im romantisch vorbereiteten Bewegungsraum (abgedunkelt, zentrale Lichtquelle mit Decken rundherum).

In dieser gemütlichen Atmosphäre werden zuerst die Regeln besprochen (keiner darf den Anderen im Spiel stören, jeder darf entscheiden, ob er alleine oder mit jemanden zusammen spielen möchte… etc… Regeln, die unseren Kindern ohnehin schon vertraut sind).

Nun wird die Geschichte vorgestellt (ein Märchen erzählt oder vorgespielt, ein Thema besprochen….).

Danach werden die Rollen verteilt (Jeder bekommt die Rolle, die er möchte! Sollte mal eine Rolle nicht oder mehrfach besetzt werden, ist das auch in Ordnung. Dies fordert lediglich die Kreativität des Erzählers).

Als nächstes können sich die Kinder entscheiden, ob sie mit jemanden zusammenspielen oder alleine spielen wollen. Das ist ein spannender Moment, wo untereinander diskutiert und verhandelt wird.

Nun beginnt die „Bauphase“:
Zur Gestaltung des persönlichen „Spielplatzes“ dürfen die Kinder alles verwenden, was sie in ihrer Umgebung (Bewegungsraum) finden können. Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

Zum Verkleiden steht ein Koffer voller Tücher zur Verfügung. (ca. ½ Stunde wird da geschleppt, gebaut, dekoriert, diskutiert, arrangiert, kooperiert).

Wenn nun endlich alle Bauten fertig sind und die Besitzer eingezogen sind, geht der Spielleiter herum und stellt jeden einzelnen Spieler der Gruppe vor.

Das Spiel beginnt mit einem Gongschlag.

Das Spielgeschehen entwickelt sich während des Spieles.

Die Aufgabe des Spielleiters ist es, auf sensible Weise dem Spiel auf der einen Seite eine Richtung zu geben, und auf der anderen Seite das Gespielte zu interpretieren. JEDES Kind ist im Spiel miteingebunden und gleich wichtig… egal wie (für uns wahrnehmbar) aktiv es sich bei dem Spiel beteiligt.

So wird für jedes Kind das Spiel auf phantasievolle Art erlebbar, spürbar und greifbar.

Mit einem Gongschlag endet das Spiel wieder.

Wenn noch genug Energie vorhanden ist, kommt es zu einem Nachgespräch, wo die Kinder dann erzählen können, wie es ihnen ergangen ist.

Immer wieder beeindruckend ist, dass selbst die jüngsten Kinder mindestens 1 Stunde konzentriert dabei sind.

Oberste Priorität ist die Phantasie und der Spaß am Spiel! Nicht etwa, dass z.B. ein Märchen „korrekt“ nachgespielt wird.

Es ist auch schon mal vorgekommen, dass im Märchen vom Rotkäppchen der Wolf verhungern musste, weil die Großmutter und das Rotkäppchen geflüchtet sind.